Ennester Straße_VerkehrGestern hatte ich Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Vorstand der Attendorner Werbegemeinschaft. Die sehr ausführliche Diskussion drehte sich natürlich vor allem um die Entwicklung der Innenstadt.

Die Einzelhändler kritisierten, dass viel zu lange nichts Entscheidendes für die Innenstadt getan worden sei. Das ist allzu verständlich, wenn man sich vor Augen führt, dass das Trittsteinkonzept, das die Fußgängerzone und das Allee-Center verbinden soll, mehr als ein Jahrzehnt auf seine Realisierung wartet. Da die Ratsmehrheit gegen die Stimmen von SPD und UWG beschlossen hat, das Verkehrskonzept zur Entlastung der Innenstadt zunächst ein Jahr zu erproben, sind in der Ennester und Niedersten Straße ein weiteres Jahr lang keine größeren baulichen Maßnahmen möglich.

Das neue Innenstadtentwicklungskonzept begrüßten die Vertreter der Werbegemeinschaft. Wir waren uns einig, dass es viele gute und mutige Ideen enthält. Einige Punkte im Konzept wurden allerdings auch kritisch diskutiert. Vor allem über die Ansiedlung eines Ankermieters am historischen Klosterplatz wird sicherlich noch heftig diskutiert. In diesem Zusammenhang freue ich mich schon auf die Ideen aus der Bürgerschaft, die sie in der Ideenwerkstatt beisteuern können. Ich habe deutlich gemacht, dass es vor allem darauf ankommt, die Punkte aus dem Konzept herauszufiltern, die am dringendsten für unsere Innenstadt sind. Dazu gehört für mich vor allem die Verkehrsberuhigung und Umgestaltung der Ennester und Niedersten Straße. Denn die Aufgabe, die Verbindung zwischen Allee-Center und Fußgängerzone ansprechend zu gestalten, stellt sich nach wie vor. Außerdem muss das Innenstadtentwicklungskonzept um das Parkraumkonzept sowie ein Konzept für den barrierefreien Umbau der Stadt ergänzt werden.

Doch es ging im Gespräch nicht nur um die großen Baumaßnahmen, sondern auch um kleine Aktionen, Einrichtungen und Events, mit denen die Stadt attraktiver gemacht werden kann. Es ist beeindruckend zu hören, welche Ideen die Einzelhändler haben. Als Bürgermeister möchte ich den Einzelhandel, aber auch den neuen Beirat für Stadtmarketing und Tourismusförderung, nach Kräften bei der Verwirklichung dieser Ideen unterstützen. Dazu muss der Dialog zwischen der Stadt und den Einzelhändlern intensiviert werden.

Denn am Ende kann weder die Stadt unsere Innenstadt ohne die Einzelhändler attraktiver gestalten, noch die Einzelhändler ohne die Stadt. Ich freue mich auf die Fortsetzung unseres Gespräches gestern.

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