Jahreshauptversammlung_SPD_2014Eine lebhafte Diskussion führten zahlreich erschienene Bürger mit Vertretern der SPD über das Attendorner Innenstadtentwicklungskonzept. Die SPD Attendorn hatte zu einem „Stadtgespräch“ zu diesem Thema ins Kolpinghaus Attendorn geladen.
Nach einer Kurzvorstellung des von der Stadt vorgelegten Konzeptes durch Ruth Rösch erklärte Bürgermeisterkandidat Christian Pospischil in einem einführenden Referat, dass er es begrüße, dass ein Innenstadtentwicklungsprozess angestoßen wurde, da auf diesem Feld dringend Handlungsbedarf bestehe.
Die Umsetzung des Gesamtkonzeptes werde selbstverständlich nicht von heute auf morgen erfolgen können und uns sicher noch viele Jahre beschäftigen. Allerdings müssten erste Maßnahmen, bspw. die Verkehrsberuhigung und Umgestaltung der Niedersten- und Ennester Straße, so schnell wie möglich angegangen werden. Er hoffe, dass die Bürger sich zahlreich an der noch stattfindenden Ideenwerkstatt beteiligen und ihre Vorstellungen einbringen werden. Die heutige Veranstaltung solle der gegenseitigen Information und der Vorbereitung auf die Ideenwerkstatt dienen.

Anschließend hatten die Bürger in der von Martin Bur am Orde moderierten Diskussion Gelegenheit, ihre Vorstellungen und Vorschläge einzubringen. Die SPD-Vertreter sagten zu, diese Vorstellungen in den weiteren Beratungen weiterzuverfolgen. Insbesondere legten die Anwesenden Wert darauf, dass die Innenstadt für ältere Menschen und Familien mit Kindern attraktiver werde. Dies bedeute, dass die Straßen barrierefrei umgebaut und Spielplätze angelegt werden müssten.
Weite Übereinstimmung gab es beim Thema Klosterplatz. Niemand sprach sich für eine Bebauung dieser Fläche aus. Auf die Frage, ob der Klosterplatz der SPD heilig sei, antwortete Pospischil mit einem Augenzwinkern, das sei allein schon bei dem Namen selbstverständlich. Dagegen fand die Idee Beifall, den Platz für andere Nutzungen herzurichten.
Unumstritten blieb die Notwendigkeit, einen Frequenzbringer in Attendorn anzusiedeln. Doch dafür favorisierten die Bürger eindeutig die Alte Post, die sich von ihrer Lage und Größe her anbiete. Schließlich sei einer der wichtigsten Zukunftsaufgaben, eine attraktive Verbindung zwischen dem Allee-Center und der Fußgängerzone zu schaffen. Aber auch alternative Flächen wie der Parkplatz Im Tangel oder der Komplex Kemmerich wurden ins Spiel gebracht.
In Wortbeiträgen mehrerer Bürger wurde der Wunsch erhoben, den Bahnhof endlich zum Bürgerhaus umzubauen. Gerade der Bahnhof könne wesentlich zur Belebung der Innenstadt und der Gastronomie nach Feierabend beitragen. Ein Anwesender zitierte den Stadtarchivar dazu mit den Worten: „Hier ist hanseatisches Denken gefordert. Man muss es einfach machen!“
Beim Thema Parkplätze legten die Anwesenden unterschiedliche Schwerpunkte. Während die einen mehr Parkraum an den Toren favorisierten und das dahingehende Konzept lobten, wiesen ältere Teilnehmer auf die Notwendigkeit von Parkplätzen mitten in der Stadt hin.

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