In die Diskussion um einen Standort für einen Frequenzbringer in der Innenstadt ist Bewegung gekommen. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Idee, der Alte Markt solle nun bebaut werden. Verwaltung, sämtliche Parteien und eine Vielzahl von Bürgern begrüßten den Vorschlag in seltener Einstimmigkeit.

 Laut Planungsbüro, das Filialen an verschiedenen Attendorn Tresen unterhält und somit über eine intime Kenntnis der Attendorner Innenstadt verfügt, liegen die Vorteile auf der Hand. Schließlich gebe es keine zentralere Fläche und bessere Verkaufslage als den Markt. Der Marktplatz biete außerdem beste Voraussetzungen, da es sich um eine rechteckige Fläche handelt, die im Eigentum der Stadt und damit kurzfristig verfügbar wäre. Aufgrund fehlender Bausubstanz entfielen teure Abrisskosten. Hinzukomme, dass die Geschichte des Marktplatzes als Zentrum von Handel und Verkauf auf zeitgemäße Art und Weise fortgeführt würde.

 Der historische Berater des Planungsbüros schwärmt: „Schon im Mittelalter verfügte Attendorn über eine überdachte Markthalle. Diese Tradition können wir jetzt wieder aufnehmen. Das ist hanseatisches Denken!“ Die evangelische Gemeinde zeigte sich erfreut, dass nun statt ihrer eigenen Kirche das Gotteshaus der katholischen Konkurrenz verdeckt werden soll.

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 Auch die vier Poskeväter der vier Porten lobten den Vorschlag, da durch den Standort Marktplatz keine Porte bevorzugt oder benachteiligt werde. Auf die Frage, wie denn das Kreuze vermessen am Karsamstag von statten gehe, antwortete einer von ihnen: „Am Busbahnhof stehen die Busse jetzt auch hintereinander statt nebeneinander. Und da funktioniert das auch.“

 Attendorn, am 1. April des Jahres 2014

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