Niederhelden

Gestern habe ich meine Ziele und mich in Niederhelden vorgestellt. Schnell kristallisierte sich in der Diskussion das Thema Dorfentwicklung heraus. Eindeutiger Tenor: Wir müssen die Dörfer dabei unterstützen, attraktiv zu bleiben. Das ist für mich ein wichtiger Punkt auf meiner Agenda. Denn die Dörfer werden den demographischen Wandel stärker zu spüren bekommen als die Innenstadt.

 In Helden und Niederhelden ist auf diesem Gebiet Vorbildliches geleistet worden. In beiden Dörfern wurden unter großem Engagement von Bürgern, der Stadt und externer Experten Konzepte erarbeitet, wie sich diese beiden Dörfer jeweils in der Zukunft weiterentwickeln können. Die Konzepte enthalten zum Teil städtebauliche Maßnahmen, zum Teil auch Maßnahmen zur Verbesserung des sozialen Zusammenlebens. Erste Maßnahmen sind umgesetzt. Weitere sollten folgen.

Die Kommune kann den Dörfern aber nur „Hilfe“ zur „Selbsthilfe“ leisten. Städtische Unterstützung kann nur auf fruchtbaren Boden fallen, wo es eine aktive und engagierte Dorfgemeinschaft gibt. Das ist im Repetal der Fall. Hier gibt es ein tolles Gemeinschaftsgefühl und einen prall gefüllten Veranstaltungskalender, ein dichtes Vereinsnetz und viele Gemeinschaftsinitiativen. Bestes Beispiel ist, dass sich mit den Heldener Natur- und Heimatfreunden ein eigens eingetragener Verein um die Ortsbildpflege kümmert. In solchen Dörfern können Maßnahmen wie der Brötchenverkauf und die Einrichtung eines Jugendtreffs, für den sich vor allem mein Stellvertreter in der Fraktion, Günter Schulte, im Stadtrat stark gemacht hat, in Helden oder zahllose ortsbildverschönernde Maßnahmen in Niederhelden auf den Weg gebracht werden.

 Die Dorfentwicklungskonzepte waren von Anfang an als Modelle auch für andere Dörfer gedacht. Dies möchte ich in der neuen Legislaturperiode als Bürgermeister ermöglichen. Andere Dörfer haben selbstverständlich den gleichen Anspruch auf Zukunft und auf Fördermaßnahmen durch die Stadt – vorausgesetzt es gibt dort eine Dorfgemeinschaft, welche selbst Initiative zeigt. Aber darum mache ich mir bei vielen anderen Orten keine Sorgen.

(Foto: derwesten.de)

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