Lärm, Staub, Verkehrsbehinderungen und abgesägte Bäume

10. April 2015

Feuerteich

Man kann es sehen: Die Vorbereitungen laufen. Der Feuerteich soll ab Sommer zu einem zweigeschossigen Parkdeck, die Kreuzung davor zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. Dies bringt zunächst unangenehme Begleiterscheinungen mit sich. Viele Attendorner, mich eingeschlossen, haben es bedauert, dass die zum Teil stattlichen Bäume rund um den Feuerteich gefällt wurden. Zur Zeit wird der Verkehr auf der Windhauser Straße durch die Verlegung von Versorgungsleitungen beeinträchtigt. Dies wird sich in der nächsten Woche, wenn die Schule wieder begonnen hat, noch steigern. Ich bitte alle, die davon betroffen sind, um Geduld. Wir versuchen, die nötigen Arbeiten so schnell wie möglich abzuschließen.

Aber ich bitte Sie vor allem um Verständnis für die Baumaßnahmen. Ich glaube, dass die Vorteile es wert sind, die gegenwärtigen Beeinträchtigungen auf sich zu nehmen. Nach Abschluss der Baumaßnahmen im Herbst des nächsten Jahres werden wir die Anzahl der Stellplätze auf dem Feuerteich annähernd verdoppelt haben. Dies ist der erste Schritt zur immer wieder für notwendig erklärten Schaffung von mehr Parkraum am Rand der Innenstadt. Der Feuerteich wird dann immer noch – und sogar besser – für Veranstaltungen nutzbar sein und sich gut in das Ensemble der Nachbargebäude einfügen. Der Bereich Westwall vor der Sonnenschule, wo heute durch den Schülerbring- und abholverkehr morgens und mittags regelmäßig chaotische Zustände herrschen, soll für Pkw gesperrt und für Fußgänger aufgewertet werden.

Und der Kreisel? Von diesem verspreche ich mir bessere Verkehrsabläufe am Ennester Tor, wo bis jetzt Linksabbiegen in jede Richtung langwierig und gefährlich ist. Man muss bedenken, dass durch die Zufahrt zum Oberdeck des Feuerteichs noch eine Zufahrt zur Kreuzung hinzukommt. Entgegen anderen Aussagen bleibt die Fußgängerampel ebenso wie die fußläufige Verbindung über den Wall bestehen. Auch die Gestaltung eines Stadteingangs am ursprünglichen Ennester Tor ist weiterhin möglich und geplant.

Natürlich erwarte ich nicht, dass sich jeder meiner Meinung in Bezug auf den Feuerteich anschließen kann. Ich bitte aber die kritischen Geister, eines zu bedenken: Es besteht weithin Konsens darüber, dass wir unsere Innenstadt umgestalten wollen. Wir alle wollen eine attraktivere Innenstadt, die ihren historischen Charme behält. Die Maßnahmen am Feuerteich sind der erste große Schritt zur Umgestaltung der Innenstadt. Es ist nicht der letzte. Beispielsweise besteht auch Einigkeit, dass Niederste und Ennester Straße umgestaltet werden müssen. Geht das ohne größere Auswirkungen auf den Verkehr? Es werden sicherlich noch mehr Lärm, Staub und Verkehrsbehinderungen auf uns zu kommen.

Aber das wir müssen in Kauf nehmen, wenn wir wirklich etwas verbessern wollen. Albert Einstein hat einmal gesagt: „Es ist die reinste Form des Wahnsinns, alles beim Alten zu lassen, und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ Natürlich kann man sich im Detail immer über den besten Weg streiten. Aber wir sollten Veränderungen gegenüber offen sein. Hier und da wird eine Neugestaltung unangenehme Folgen, wie die Fällung der Bäume am Feuerteich, nach sich ziehen. Aber, glauben Sie mir, ich möchte das auf das nötige Maß dessen, was zu einer attraktiveren Gestaltung unsere Innenstadt nötig ist, begrenzen.

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