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Gestern vermeldete die Westfalenpost gute Nachrichten für Attendorn (siehe Artikel unten): Städtebau-Fördermittel stehen in Aussicht und die Umsetzung der Baumaßnahmen kann 2016 voraussichtlich beschleunigt werden. Dann kann die Vorarbeit ja nicht so schlecht gewesen sein… Eines wird allerdings etwas zu voreilig bejubelt: Bisher gibt es zwar positive Signale, was die Fördermittel und einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn angeht, eine Zusage ist allerdings noch nicht da.

 

Kreisverkehr: Alles geht schneller als gedacht

Die Stadt Attendorn hat grünes Licht von der Bezirksregierung für einen „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ zum Bau des Kreisverkehrs am Ennester Tor und der Verbreiterung der Linksabbiegespur in der Windhauser Straße.Was zunächst wenig spektakulär und nach einer reinen Verwaltungsangelegenheit klingt, hat für die Stadt weitreichende Folgen: Attendorn gewinnt mindestens ein halbes Jahr bei der Umsetzung des Verkehrskonzeptes.Normalerweise gilt die Regel, dass eine Kommune den Anspruch auf Fördermittel verspielt, wenn sie die Baumaßnahme beginnt, bevor sie den Förderbescheid zugestellt bekommt. „Wenn wir darauf hätten warten müssen“, sagt Attendorns Beigeordneter Carsten Graumann, „hätten wir frühestens im Sommer mit den Ausschreibungen beginnen können.“Dass für Attendorn in diesem Fall andere Regeln gelten, geht zurück auf den Besuch einer Delegation von Mitarbeitern des Düsseldorfer Städtebauministeriums und des Regierungspräsidenten: „Wir haben unsere Planungen vorgestellt und vor Ort gezeigt, wo bei uns der Schuh drückt“, so Graumann.Die Hansestadt gut verkauftOffensichtlich haben die Beteiligten die Hansestadt gut verkauft, denn danach war klar, Attendorn kann noch im Januar mit den Ausschreibungen für Kreisverkehr und Linksabbiegespur beginnen und deshalb im Frühjahr wohl schon mit den Bauarbeiten. „Die Delegation“ erinnert sich Graumann, „war besonders angetan davon, dass es sich um eine integrierte Planung handelt.“ Das heißt, es ist nicht nur eine neue Verkehrsführung erdacht worden, sondern parallel hat man sich Gedanken über Parkplätze, Wohnraum, Einzelhandel und Aufenthaltsqualität gemacht: „In dieser Form, so wurde uns gesagt, habe man das selten erlebt“, so Graumann. Ein weiterer Pluspunkt des Innenstadtentwicklungskonzeptes sei die Bürgerbeteiligung gewesen. In drei großen Veranstaltungen hatten alle, die wollten, die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Anregungen in die Planungen einfließen zu lassen.Das Ennester Tor wird 2016 somit zur Großbaustelle, denn der Umbau des Feuerteichs zur Parkpalette wird noch nicht abgeschlossen sein, wenn der Bau des Kreisverkehrs beginnt. Das untere Geschoss wird durch den Kreisverkehr erschlossen, das obere Deck vom Seewerngraben.Seewerngraben gesperrtEntscheidend für die Umsetzung des Verkehrskonzepts wird auch die Verlängerung der Linksabbiegespur von der Windhauser Straße in die Hansastraße. Da der Seewerngraben künftig zwischen evangelischer Kirche und Rathaus abgebunden wird, muss die Kreuzung Hansastraße/Windhauser Straße mehr Verkehr aufnehmen. Wer vom Ennester Tor zum Kölner Tor will, muss über die Hansastraße, der „kurze Weg“ über den Seewerngraben fällt weg. Der Kreisverkehr im Ennester Tor und die „Ertüchtigung“ der Kreuzung Hansastraße / Windhauser Straße sind auch Voraussetzung für den Umbau der Niedersten- und Ennester Straße, die dann ab Nordwall komplett Einbahnstraße sein werden und mit deutlich breiteren Gehwegen eine höhere Aufenthaltsqualität bekommen sollen.

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