mubea-fluechtlingsprojekt

Nachdem Deutschland im letzten Jahr über eine Million Asylbewerber aufgenommen hat, stellt sich die Frage nach deren Integration. Natürlich werden und wollen nicht alle bleiben, aber viele eben doch. Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels könnten wir in vielen Branchen Arbeitskräfte gut gebrauchen. Aber man darf sich keine Illusionen darüber machen, dass die meisten Flüchtlinge nicht kurzfristig in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Wie kann also Integration gelingen? Bisher bleibt die Antwort darauf ziemlich nebulös. Eins steht jedoch fest: Staat und Gesellschaft müssen deutlich mehr Ressourcen zur Integration zur Verfügung stellen, damit die Menschen, die bereits hier sind, auf eigenen Füßen stehen können, und nicht langfristig am Rand der Gesellschaft leben und vom Staat alimentiert werden.

Ein Lichtblick im Nebel ist dabei das Engagement der Firma Mubea. Dr. Thomas Muhr persönlich hat sich dafür stark gemacht, dass fünf Flüchtlinge dort in einer „Ausbildung light“ teilnehmen können. Gestern hatte ich Gelegenheit dieses tolle Projekt und die teilnehmenden Menschen kennenlernen zu dürfen. Und ich war begeistert sowohl vom Engagement der Ausbilder als auch vom Lerneifer und der Dankbarkeit der Teilnehmer.

Die „Ausbildung light“ ist speziell auf die Bedürfnisse der Auszubildenden zugeschnitten. Das heißt, neben der normalen technischen Grundausbildung gibt es einen erhöhten Anteil an Deutsch- und Mathematikunterricht. Nach einem Jahr – so das Ziel – soll die Ausbildung in eine „normale“ Ausbildung münden. Es gibt sicherlich keinen besseren Weg zur Integration als den durch eine wertige erfüllende Arbeit oder Ausbildung. Allerdings ist die Situation nach wie vor durch die Ungewissheit geprägt, ob die Asylanträge dieser fünf jungen Männer anerkannt werden.

Allen Beteiligten von Mubea möchte ich für ihr großes Engagement in dieser Sache danken. Der hohe Aufwand, den sie betreiben, ist nicht selbstverständlich. Die Firma Mubea zeigt im 100. Jahr ihres Bestehens, dass sie nicht nur enorm erfolgreich arbeitet und auch kräftig feiern kann, sondern als weltweit tätiges Unternehmen auch global Verantwortung übernimmt.

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