Beim heutigen Neujahrsempfang von Stadt und Rotem Kreuz habe ich einen neuen Vorschlag für die Verwendung des Bahnhofes gemacht, um endlich den Knoten zu lösen, der einer sinnvollen Verwendung dieses zentral gelegenen Gebäudes entgegensteht. Der Vorschlag sieht kurz gesagt vor, die Gaststätte zu sanieren und dort zu belassen, das Jugendzentrum an den Bahnhof und damit in die Innenstadt zu verlagern und allen örtlichen Vereinen und Gruppierungen die Möglichkeit zu geben, die neuen Räumlichkeiten des Jugendzentrums, vor allem den immer wieder geforderten multifunktionalen Veranstaltungssaal für kulturelle Veranstaltungen, mit zu nutzen. Die vollständige Passage aus meiner Rede findet man unten:

 

Und dann der Bahnhof! Die meisten von Ihnen werden bei diesem Stichwort denken: Nicht schon wieder! Und auch ich habe keine Lust auf die Fortsetzung des bisherigen Gewürges. Ich möchte aber heute einen Vorschlag formulieren, wie es weitergehen könnte, um die Diskussion zu beenden und den Bahnhof sinnvoll ins Stadtgeschehen einzubinden.

Viel zu lange nämlich haben wir uns gegenseitig blockiert. Ich glaube, wir schaffen einen echten Mehrwert für Attendorn, wenn wir das Jugenzentrum vom Heggener Weg in den Bahnhof verlagern. Die Gaststätte könnte saniert und weiter betrieben werden, ansonsten könnten neue Räumlichkeiten, darunter der oft geforderte multifunktionale Veranstaltungsraum für kulturelle Veranstaltungen entstehen, die vom Jugendzentrum als Hauptmieter, darüber hinaus aber auch von örtlichen Vereinen und Gruppierungen genutzt werden könnten.

Welche Vorteile würde das bieten? Zunächst wäre das Jugendzentrum endlich in der Innenstadt. Sicherlich würde es dort verstärkt besucht, die tollen Angebote des Jugendzentrums würden auf breitere Resonanz stärken. Vereine und Gruppen, darunter vor allem der Verein Alter Bahnhof, könnten die Räumlichkeiten, die sie sich immer erträumt haben, mitnutzen, ohne dass Ehrenamtliche Verantwortung oder gar Haftung für die Verwaltung des Hauses übernehmen müssten. Die Stadt würde in eine Teilsanierung und einen Teilneubau des Bahnhofes investieren, hätte aber Aussicht auf eine nachhaltige Vermietung des Objektes und müsste sich nicht über die Entwicklung der betriebswirtschaftlichen Kosten sorgen.

Meine Damen und Herren, ich glaube, mit diesem Vorschlag könnten wir ein neues Kapitel aufschlagen. Die berechtigten Forderungen nach Platz für Jugend, Kultur und Begegnung in der Stadt würden endlich erfüllt. Gleichzeitig hätten wir die Verantwortung zwischen Stadt, Jugendzentrum und Ehrenamtlichen vernünftig verteilt und eine nachhaltige Nutzung sichergestellt. Der Alte Bahnhof würde nicht länger als Synonym für eine quälende Diskussion stehen, sondern für ein spannendes Projekt in der Stadt, in das möglichst breite Bevölkerungsteile eingebunden werden sollen. Dafür strebe ich eine breite Diskussion in den nächsten Wochen und einen politischen Grundsatzbeschluss des Stadtrates im März an. Machen wir uns 2017 auf den Weg!

 

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