Die Leerstandsquote von Ladenlokalen in Attendorn ist deutlich rückgängig. Innerhalb eines Jahres sank die Leerstandsquote bis Frühjahr dieses Jahres um ein Drittel, nämlich von 9 auf 6%. Damit wird statistisch bestätigt, was wir in der Innenstadt auch sehen können. Die Innenstadt ist deutlich belebter als noch vor ein paar Jahren. Es ist für Existenzgründer oder Filialisten deutlich attraktiver geworden, in Attendorn einen Laden zu eröffnen.

Dazu haben auch und besonders die Investitionen im Rahmen des Innenstadtentwicklungskonzeptes beigetragen. Spürbar ist dies vor allem in der Ennester und Niedersten Straße, wo sich während der Umbauphase fast niemand getraut hat, einen Laden neu zu eröffnen, nun aber eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Ladenlokalen zu verzeichnen ist. Auch die noch vor einem Jahr arg von Leerständen gebeutelte Wasserstraße ist wieder voll besetzt. Hier hat dies auch direkt mit dem Ankauf eines Häuserblocks durch die Stadt und die Eröffnung sogenannter Popup-Shops dort zu tun.

Neben der reinen Leerstandsquote ist auch eine viel größere Dynamik zu spüren. Bestanden Leerstände in der Vergangenheit oft über Jahre, so steht mittlerweile oft schon der Nachmieter fest, wenn irgendwo ein Laden schließt. Ein Beispiel: Die Senfmühle in der Ennester Straße hat Anfang des Jahres leider geschlossen. Am 06. Juli wird sie mit neuer Inhaberin im Sackhof wiedereröffnet. Das Ladenlokal in der Ennester Straße wird derzeit umgebaut. Dort eröffnet im September ein Geschäft für Mode und Accessoires.

Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, wenn man bedenkt, dass die Zeiten für den stationären Handel nicht einfach sind. Der Internethandel gräbt dem Einzelhandel immer größere Marktanteile ab. Nachfolger für alteingesessene Händler sind – ähnlich wie in Handwerks- oder Gastrobetrieben – immer schwieriger zu finden. Ein Beispiel dafür ist die angekündigte Schließung von Schuhhaus Hoberg. Dies wird leider auch nicht das letzte Beispiel dafür bleiben, dass ein alteingesessener Betrieb aufgegeben werden muss. Deshalb ist es aber desto wichtiger, dass Existenzgründer oder Filialisten die Lücken füllen und die Stadt mit neuen Geschäftsideen bereichern. Wir werden weiter daran arbeiten, dass sie dies in einem attraktiven städtischen Umfeld tun können.

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