Deutschland- & Europa-Flagge

Heute vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit auch die Gewaltherrschaft der Nazis. Auch wenn es die Menschen in ihrem Elend damals noch nicht ahnen konnten: Mit dem 08. Mai 1945 begann die längste und bis heute anhaltende Friedenszeit in Mitteleuropa und ermöglichte den Deutschen ein Leben in Frieden, Freiheit und Wohlstand.

Die deutschen Nazis hatten im Krieg beispiellose Verbrechen begangen und großes Leid über ihre europäischen Nachbarn gebracht, zuletzt hatte der Krieg auch Deutschland in Trümmer gelegt und viele Deutsche ins Elend gestürzt. Die Schrecken des Krieges waren auch in Attendorn zu spüren. Die Innenstadt war beim Bombenangriff vom 28.03.1945 zu großen Teilen zerstört werden. Viele Familien trauerten um Gefallene oder vermissten Angehörige. Noch nach Kriegsende starben Dutzende von Attendornern am 15.06.1945 bei einer Munitionsexplosion. Flüchtlinge und Vertrieben mussten sich auch in Attendorn buchstäblich aus dem Nichts eine neue Existenz aufbauen.

Bombenangriff auf Attendorner Innenstadt am 28.03.1945
Bombenangriff auf Attendorner Innenstadt am 28.03.1945

Und doch ist das Kriegsende und der 08. Mai im Nachhinein auch für die Deutschen und die Attendorner ein Tag der Befreiung gewesen. Und zwar eine Befreiung von der unmenschlichen und abstoßenden Nazi-Herrschaft, eine Befreiung vom Wahn der Besonderheit der arischen Herrenrasse und eines deutschen Sonderweges. Schritt für Schritt konnte mit Hilfe der Westalliierten zunächst in Westdeutschland, seit 1990 in einem vereinigten Deutschland eine Demokratie aufgebaut werden, welche im Inneren die Rechte des Einzelnen garantiert und nach außen durch die Europäischen Union freundschaftlich und partnerschaftlich mit allen Nachbarländern verbunden ist.

Doch Demokratie und Frieden sind nicht selbstverständlich. Sie müssen in jeder Generation gegen jene verteidigt werden, die Hass auf andere schüren und die Lektionen aus der deutschen Geschichte vergessen haben. Unsere Verantwortung ist es, in Attendorn das Gedenken an die Schrecken der Nazi-Verbrechen wachzuhalten, die Rechte auch von Schwächeren und Minderheiten zu wahren und unseren Beitrag zur Völkerfreundschaft in Europa und aller Welt zu leisten. Verstehen wir uns in Attendorn als lebendiger Baustein eines einigen und friedlichen Europas!  Arbeiten wir daran, dass unsere Nachbarn nie wieder Kriegsgegner werden, sondern Freunde bleiben – so wie es die Menschen aus unserer Partnerstadt Rawicz geworden sind!

Städtepartnerschaft Attendorn & Rawicz
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