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Video zur Nominierung von Christian Pospischil als Bürgermeister-Kandidat (März 2020)

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Video zur erneuten Kandidatur von Christian Pospischil als Bürgermeister für die Hansestadt Attendorn (September 2019)

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Reden & Ansprachen

Nominierungsrede als Bürgermeisterkandidat am 06.03.2020

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde,

Attendorn ist auf einem guten Weg. Es gilt, diesen Weg konsequent weiterzugehen. Das geht nur mit Konstanz an der Spitze der Stadt. Deshalb möchte ich mich erneut um das Amt des Bürgermeisters bewerben und über die Kommunalwahl hinaus Bürgermeister unserer Heimatstadt bleiben.

Attendorn – das ist meine und unsere Heimatstadt, das sind meine und eure Dörfer, wunderschön gelegen zwischen den Höhenzügen und Wäldern des Sauerlandes, gesegnet mit bilderbuchschönen Seen und dem idyllischen Repetal.

Attendorn – das ist ein bärenstarker Wirtschaftsstandort mit zahlreichen global erfolgreichen Mittelständlern, die hier bei uns verwurzelt und auch dank einer klugen Standortpolitik der Kommune zu ihrer heutigen Größe herangewachsen sind.

Attendorn – das ist der Hexenkessel, wo die Brauchtumsfeste Karneval, Ostern und Schützenfest inbrünstig gefeiert werden und ihren Beitrag dazu leisten, dass die Menschen sich stärker als anderswo mit ihrer Stadt und ihren Dörfern identifizieren.

Attendorn – das sind vor allem die Menschen hier, die zwar Tradition und Brauchtum pflegen, ebenso aber ihre hanseatische Weltoffenheit und – nach einer gesunden Skepsis zu Beginn – offen sind für Neues. Die sich zu Tausenden ehrenamtlich engagieren und sich, statt nur um sich selbst, auch um das Allgemeinwohl und den Nachbarn kümmern.

Ich mag die Menschen hier, ich bin einer von ihnen, und weiß, dass ich mit den Attendornerinnen und Attendorner etwas bewegen kann. Deshalb möchte ich Bürgermeister von Attendorn bleiben.

Wir haben in den letzten Jahren bereits viel bewegt. Doch möchte ich manche Initiative, die wir gestartet haben, auch erfolgreich zu Ende führen. Wir sind weit damit gekommen, unsere Innenstadt umzubauen und attraktiver zu gestalten. Doch erst im Jahr 2023 schließen wir den Innenstadt-Umbau offiziell ab. Zahlreiche weitere Projekte sind beschlossen, werden aber in den nächsten Jahren erst fertiggestellt wie zum Beispiel der Umbau des Alten Bahnhofes. Zukünftig werden wir uns aber auch neuen Themen viel stärker widmen als bisher. Als Beispiele nenne ich die Digitalisierung, die Mobilitätswende oder den Klimaschutz. Und natürlich steuern wir auf den 800. Geburtstag unserer Stadt im Jahr 2022 zu. All diese Themen möchte ich zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern anpacken und gestalten.

Mittlerweile – man glaubt es kaum – bin ich seit fast sechs Jahren Bürgermeister. In diesen sechs Jahren habe ich einiges an Erfahrung gewinnen und mich sicherlich auch persönlich weiterentwickeln können. Ich habe vom ersten Tag an im Amt Spaß an meiner Aufgabe gehabt und mich voll mit ihr identifiziert. Nicht nur unsere Stadt hat es mir angetan, sondern auch dieses Amt, der Kontakt mit so vielen unterschiedlichen und interessanten Menschen und Themen, vor allem da, wo es zu direkten Kontakten mit dem Bürger vor Ort kommt. Ich bin nicht in der Stadtverwaltung groß geworden, sondern in der Kommunalpolitik. Deshalb strebe ich auch nach sechs Jahren im Amt Bürgernähe nicht nur als ein Markenzeichen meiner Amtsführung an. Ich strebe sie auch aus eigenem Antrieb an, weil ich gern und nicht gezwungenermaßen unter die Leute gehe und mir genau das am Bürgermeister-Sein auch gefällt.

Natürlich weiß ich mittlerweile auch, dass es auch anstrengend ist, Bürgermeister zu sein. Oft braucht man starke Nerven und muss kontroverse Diskussionen und Konflikte aushalten. Daneben ist das Amt ausgesprochen zeitintensiv, der Arbeitstag nie um fünf Uhr nachmittags zu Ende.

Aber, liebe Genossinnen und Genossen, meine Belastbarkeit ist schon ganz gut ausgetestet worden, ohne dass es mich umgeworfen hätte. Und wenn ich heute etwas müde aussehe, dann liegt es eher an nicht durchschlafenden Kindern als an meinem Amt. Einer Erwartung für die nächste Legislaturperiode muss ich aber schon heute entgegentreten: Ich werde sicherlich nicht noch einmal drei Kinder in einer Legislaturperiode schaffen. Vielmehr ist es so, dass ich auch deshalb fünf Jahre dranhängen will, um endlich mal zu wissen, wie es ist, Bürgermeister zu sein, wenn man mal ausgeschlafen ist.

Scherz beiseite, liebe Genossinnen und Genossen: Ich möchte weiterhin Verantwortung für unsere Stadt übernehmen. Mir macht es Freude, unsere Stadt mit den Bürgerinnen und Bürgern zum Besseren zu gestalten. Oder wie ich es in der letzten AS ausgedrückt habe: Ich hab noch Bock, ich mach weiter. Und dafür brauche ich Eure Unterstützung!

Denn mit maßgeblicher Unterstützung durch die SPD-Fraktion, aber sehr oft auch mit einstimmigen Beschlüssen des Rates haben wir in den vergangenen sechs Jahren sehr vieles auf den Weg gebracht. Gewiss haben wir nicht alles richtig gemacht. Aber wer vieles anpackt, der macht auch Fehler. Aber betrachtet man die Stadtentwicklung insgesamt, so steht außer Frage, dass wir viel erreicht haben. Was haben sich einige vor fünf, sechs Jahren den Mund zerrissen über den angeblich zu jungen Bürgermeister und den angeblich schwachen Rat! Wer hätte da gedacht,

  • dass wir es schaffen, den Sanierungsstau in der Innenstadt aufzulösen und zum Teil jahrzehntelang gewünschte Projekte wie den Ausbau des Feuerteiches in ein zweigeschossiges Parkdeck oder den verkehrsberuhigten Umbau der Ennester und Niedersten Straße endlich in die Tat umzusetzen?
  • dass wir nach den ersten Projekten, die ja viel Kraft gekostet haben unsere Innenstadt konsequent weiter umgestalten, barrierefrei und attraktiver machen?
  • dass wir es schaffen, die alte Post zum Bayrischen Wirtshaus und den Bahnhof zum Jugendzentrum und Bürgerhaus mit Veranstaltungssaal umzubauen? Niemand hätte gedacht, dass es wirklich gelingen könnte, in Attendorn doch noch ein Kino, und dann gleich ein so tolles, zu bauen.
  • Dass wir es schaffen, den Trend zunehmender Leerstände in der Innenstadt zu stoppen und trotz wachsender Konkurrenz durch das Internet wieder einen interessanteren Mix aus Einzelhandel, Dienstleistungen, Gastronomie und Kultur zu bieten?
  • dass wir mittlerweile Fördertöpfe für die Stadt- und Dorfentwicklung systematisch anzapfen und – nur um die höchsten Beträge zu nennen – vom Land Städtebaumittel in Höhe von 10 Mio. Euro für das Innenstadtentwicklungskonzept und 2 Mio. Euro für den Umbau des Alten Bahnhofes nach Attendorn holen konnten?
  • Dass wir trotz der enormen Investitionen in die Innenstadt unsere Investitionen in die Dörfer nicht vernachlässigt haben und Millionenbeträge in die dörfliche Infrastruktur, besonders in Sportstätten, Feuerwehrhäuser, Dorftreffpunkte und Neubaugebiete stecken konnten?
  • dass in den Dörfern weniger leerstehende Gebäude als mehr fehlende Bauplätze zum Problem werden und wir für Neubaugebiete in Biekhofen, Ennest, Helden, Niederhelden, Listernohl, Wamge und Windhausen gesorgt haben?
  • Dass wir im Stadtteil Schwalbenohl, auch ohne das bis dahin sehr theoretische Quartierskonzept weiterzuverfolgen, wichtige Maßnahmen für einen lebendigen Stadtteil umsetzen konnten? Wie zum Beispiel die Erneuerung des Spielplatzes Dortmunder Straße, die Einrichtung des Sozial- und Begegnungszentrums „lebensfroh“, die Sanierung der Lübecker Straße, den Kauf und die Sicherung des Lebensmittelmarktes Netto und ab diesem Jahr auch eine attraktivere Gestaltung des Umfeldes Hanseschule/Rundturnhalle.
  • Wer hätte gedacht, dass wir diese hohen Investitionen schultern können, ohne die Steuern in sechs Jahren zu erhöhen oder auch nur einen Cent Kredit aufzunehmen? Wer hätte gedacht, dass auch mit der SPD als Mehrheitspartei die Stadt ihre wirtschafts- und standortfreundliche Politik beibehält?

Aber es ging nicht nur um Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, sondern auch in Köpfe und soziale Netze:

  • Wer hätte gedacht, dass wir alle Grundschulstandorte erhalten, nach dem Ausbau der Grundschule Helden nun an jeder Grundschule ein Ganztagesangebot haben, und es als erste Kommune im Kreis geschafft haben, durch Baumaßnahmen die gestiegene Nachfrage nach Kindergartenplätzen befriedigen zu können?
  • Wer hätte gedacht, dass im Attendorner Kulturprogramm