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Letzte Woche diskutierte die SPD Attendorn über die Zukunft der Kindergärten. Mit dabei waren der jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Jörg, und Thorsten Tillmann vom DRK-Kreisverband als Vertreter der Träger. Außerdem beteiligten sich erfreulich viele Erzieherinnen und Eltern an der Diskussion. Einig waren sich alle, dass wir dem Vorschulbereich viel mehr Aufmerksamkeit schenken müssen, wenn wir allen Kindern die Chance geben wollen, ihren Weg im Bildungssystem zu machen. Ebenso bestand Einigkeit, dass die Beschäftigten in den KiTas einen Job haben, an den immer mehr Ansprüche aus Politik und Gesellschaft gestellt werden. Sprachförderung, U3-Betreuung, Ganztag und Inklusion sind nur einige Beispiele dafür.

Angesichts dessen sollten sich alle politischen Ebenen daran beteiligen, in Deutschland eine bessere Betreuungsstruktur aufzubauen und diese auskömmlich zu finanzieren. Die SPD-Fraktion im Stadtrat und ich als Bürgermeisterkandidat werden jederzeit für die Anliegen der Kindergärten ansprechbar sein. Auch wenn die Zuständigkeit für die Jugendhilfe beim Kreis liegt, muss der Stadt Attendorn daran gelegen sein, ein qualitativ hochwertiges und differenziertes Bildungs- und Betreuungsangebot im Kindergartenbereich zu erhalten. Das gilt gerade für die kleinen Kindergärten auf den Dörfern. Das ist wichtig, damit  jede Familie für jedes Kind ein passendes Betreuungsangebot finden kann.

Ich finde es beeindruckend, wie beherzt viele Einrichtungen in Attendorn die neuen Herausforderungen angegangen sind. Das zeigt, wie gut unsere KiTas in Attendorn sind. Deshalb haben sie unsere Unterstützung verdient. Aber nicht nur deshalb: Seit meinem Zivilidienst in der Kindertagesstätte St. Laurentius weiß ich, was für einen harten und stressigen die Erzieherinnen und Erzieher haben. Aber trotz allem: Dank der Kinder ist es auch immer wieder ein schöner Job.

Nachfolgend nun der Bericht von der Diskussion:

Auf Einladung des Vorstandes der SPD Attendorn war der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Wolfgang Jörg, nach Attendorn gekommen. Er diskutierte mit Thorsten Tillmann (DRK Kreisverband Olpe), Christian Pospischil (Bürgermeisterkandidat der Attendorner SPD) und Wolfgang Langenohl (Vorsitzender der SPD Attendorn) sowie Beschäftigten, Eltern und Trägern der heimischen KiTas über die zweite Stufe der Grundrevision des „KiBiz“ (Kinderbildungsgesetz) im Stadthallenrestaurant Attendorn.

Der Landespolitiker machte in seinem Eingangsstatement deutlich, warum er eine weitere Revision des „KiBiz“ für notwendig hält. Mit der zweiten Revision des KiBiz sollen nun weitere Qualitätsverbesserungen in der nordrhein-westfälischen Kindertagesbetreuung erreicht werden, nachdem den Einrichtungen in der ersten Revisionsstufe bereits 100 Mio. mehr zur Verfügung gestellt wurden. Jörg versicherte, dass die Landesregierung mit allen betroffenen Einrichtungen reden werde, denn alle Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen sollen unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen auf ein gelingendes Aufwachsen und gesellschaftliche Teilhabe bekommen. „Um dieses Ziel zu erreichen, haben SPD und Bündnis90/Die Grünen mit den Versäumnissen von CDU/FDP aufgeräumt und den U3-Ausbau forciert, den Kinder- und Jugendförderplan aufgestockt, das letzte Kita-Jahr beitragsfrei gestellt und in der ersten Revision „KiBiz“ den U3-Personalschlüssel verbessert“, so Wolfgang Jörg.

Thorsten Tillmann, Vorstand des DRK Kreisverbandes, der einige Kindertageseinrichtungen im Kreis Olpe betreibt, begrüßte die ersten Entwicklungen zur Gesetzesänderung. Er stellte aber auch fest, dass die Träger vor großen Herausforderungen stehen würden. So dürfe es beispielsweise nicht sein, dass im Kreis Olpe Kindergärten unter 69 Plätzen von der Finanzierung der Sprachförderung ausgeschlossen blieben.

Viele interessierte Eltern, Beschäftigte und Träger von KiTas waren gekommen, um ihre Erwartungen an ein neues KiTa-Gesetz einzubringen. Eine Leiterin eines Attendorner Kindergarten machte deutlich, dass bei der Gleichstellung der U3 Pauschale einiges nicht realistisch ist. So erhalte man jeweils ein „dickes Minus“ in jedem Kindergarten bei den Berechnungen der U3-Pauschalen. Ebenfalls sorgte es für Kritik, dass die Kosten der Inklusion im Einzelfall oft am Träger hängenblieben.

„Wir werden die vielen Anregungen von heute Abend sammeln und in die anstehenden Beratungen einbringen. Es war sehr wichtig, dass sich so viele Menschen an der Diskussion beteiligt haben. Wir wollen generell aus Betroffenen Beteiligte machen. Das gilt nicht nur für die Revision des“ KiBiz“, so Langenohl. 

Zum Schluss übergaben die Teilnehmer der Veranstaltung Wolfgang Jörg zahlreiche Wunschzettel für die parlamentarischen Beratungen über die Änderungen an KiBiz. Der Landtagsabgeordnete versprach, sich der Anliegen der Anwesenden anzunehmen und den Dialog mit ihnen fortzuführen.

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