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In den letzten Wochen habe ich mich in allen größeren Dörfern (außer in Ennest) bei Wahlkreisversammlungen vorgestellt. Meine Ideen, die ich dort vorgestellt habe, die sich zum Teil aber auch erst aus den Diskussionen in den Versammlungen ergeben haben, habe ich heute bei einer abschließenden Versammlung in Röllecken noch einmal zusammengefasst. Einen Bericht darüber finden Sie unten:

Christian Pospischil will sich mit Priorität darum kümmern, die Dörfer fit für die Zukunft zu machen. Der SPD-Bürgermeisterkandidat stellte seine Ideen zusammen mit dem örtlichen Stadtratskandidaten Georg Ewers im Dorfgemeinschaftshaus in Röllecken vor. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die Dorfentwicklung. Denn die Dörfer seien stärker vom demographischen Wandel betroffen als die Kernstadt, wenn wir „weniger und älter würden“. Angesichts der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung müsse die Kommune die Dorfgemeinschaften unterstützen, damit die Dörfer lebendig blieben, so der gebürtige Ennester.

Die Förderung von Vereinen und Gemeinschaftsinitiativen sei dazu unverzichtbar. Die in Helden und Niederhelden unter großem Engagement der Bevölkerung entstandenen Dorfentwicklungspläne hält Pospischil für ein Modell auch für andere Dörfer. Dort seien städtebaulich wie sozial vorbildliche Maßnahmen erarbeitet worden. In den nächsten Jahren möchte er auch anderen Dorfgemeinschaften die Chance geben, einen ähnlichen Weg zu beschreiten.

Den Entwurf des Landesentwicklungsplanes lehnt der SPD-Bürgermeisterkandidat ab. „Es muss auch weiterhin möglich sein, Neubaugebiete in Dörfern unter 2000 Einwohnern auszuweisen, auch wenn man dabei beachten muss, ob Häuser in der Mitte leer stehen. Die Entscheidung darüber muss aber in der Kommune selbst fallen.“ Pospischil betonte aber, dass es sich bis jetzt erst um einen Entwurf handele. Er hoffe noch auf ein Einlenken der Landesregierung. Um Leerstände in der Ortsmitte zu vermeiden, schlägt Pospischil eine Neuausrichtung des kommunalen Fördertopfes für den Erwerb von Altimmobilien vor. Auch einen Fonds für die Restaurierung von ortsbildprägenden Gebäuden, wie in anderen Kommunen vorhanden, hält er für eine bedenkenswerte Idee.

Eine Voraussetzung für die Lebendigkeit der Dörfer sei der Erhalt einer öffentlichen Infrastruktur. „Deshalb möchte ich mich für den Erhalt der Schul- und Kindergartenstandorte sowie der Nahversorgung auf den Dörfern einsetzen.“ Auch die dezentrale Jugendarbeit des Jugendzentrums solle unterstützt und, wenn möglich, ausgebaut werden. Die Breitbandversorgung sei ebenfalls ein wichtiges Kriterium für eine attraktiven Wohnort und müsse in einigen Orten verbessert werden.

Nach der letzten Wahlkreisvorstellung in einem Dorf zog Christian Pospischil ein positives Fazit über die vergangenen Veranstaltungen: „Es war gut, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Ich habe manche Idee mitgenommen und möchte sie als Bürgermeister wieder aufgreifen.“ Zwar seien Probleme unterschiedlich. So kämpfe man in weiter entfernten Ortslagen eher für den Erhalt der öffentlichen Infrastruktur, während man in Ennest oder Biekhofen nicht zum Stadtteil werden wolle. Aber eins sei in allen Dörfern festzustellen, so Pospischil: „Überall gibt es viele Menschen, die sich für ihr Dorf engagieren wollen. Deren Engagement müssen wir unterstützen.“

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