Stadt-Attendorn_WK-2014

Liebe Attendornerinnen und Attendorner!

An diesem Weihnachtsfest hat die Geschichte von dem Kind, das im Stall geboren wird, weil in der Herberge kein Platz mehr war, eine ungeahnte Aktualität. In diesem Jahr sind unzählige Flüchtlinge in unser Land, und damit auch unsere Stadt, geströmt. Ich möchte allen herzlich danken, die sich um die Flüchtlinge hier bei uns kümmern, den Beschäftigten bei der Stadt, aber gerade auch den vielen freiwilligen Helfern. Sie tragen dazu bei, Menschen, die vor Not und Verfolgung fliehen, menschenwürdig aufzunehmen und unser Land am Laufen zu halten. Ich glaube sagen zu dürfen, dass wir in Attendorn die Herausforderungen in der Flüchtlingssituation dank hoch engagierter Bürger sowie umtriebiger Verwaltungsmitarbeiter bisher gut bewältigt haben.

Der Zustrom von Flüchtlingen hält weiter an. Genau so muss auch unsere Hilfsbereitschaft anhalten. Willkommenskultur und Gastfreundschaft sind keine Tugenden, wenn sie nur wenige Monate anhalten. Eine gelingende Integration setzt jedoch voraus, dass die Aufnahmekapazitäten der Kommunen realistisch eingeschätzt werden. Deshalb sind Bund und Land gefordert, im nächsten Jahr die Asylverfahren endlich zu beschleunigen und das Wachstum der Flüchtlingszahlen zu begrenzen, um Integration zu erleichtern und einen Kollaps der Kommunen zu vermeiden.

Bei aller Bedeutung der Flüchtlingssituation haben wir die Themen, die ebenfalls sehr bedeutend für den zukünftigen Erfolg unserer Kommune sind, nicht vergessen. Im Gegenteil: Im Jahr 2015 ist vieles vorbereitet worden, das sich in den nächsten Jahren positiv auf unsere Stadt und unsere Dörfer auswirken wird:

  • Das Innenstadtentwicklungskonzept ist fertig und beschlossen, es gibt gute Aussichten auf Städtebaufördermittel. Damit können der Umbau und die attraktivere Gestaltung unserer Innenstadt im nächsten Jahr volle Fahrt aufnehmen.
  • Attendorn hat sich erfolgreich mit Olpe, Wenden und Drolshagen als LEADER-Region beworben. Somit stehen in den nächsten Jahren EU-Fördermittel für Projekte zur Stärkung des ländlichen Raumes zur Verfügung.
  • Angesichts neuer Förderbedingungen besteht die Chance, die Breitbandversorgung im Stadtgebiet nahezu flächendeckend zu verbessern. Attendorn beteiligt sich an einem darauf gerichteten Vorstoß des Kreises und hat die nötigen Eigenmittel in den Haushalt eingestellt.
  • Trotz der Rückschläge bei der Entwicklung des Industriegebietes Fernholte-Eckenbach bin ich optimistisch, dass wir im nächsten Jahr auch hier einen großen Schritt vorankommen. Noch in diesem Jahr sind erste Schritte eingeleitet worden, um eine neue wasserrechtliche Genehmigung zu erhalten, die allen umweltrechtlichen Vorschriften Rechnung trägt. Wir arbeiten entschlossen daran, dass die dringend benötigten Gewerbeflächen möglichst bald erschlossen werden können.

Angesichts dieser und vieler anderer Themen steht uns ein spannendes und arbeitsreiches Jahr bevor. Lassen Sie uns optimistisch in dieses Jahr hineingehen und gemeinsam anpacken, damit Attendorn noch ein bisschen erfolgreicher und lebenswerter wird, als es ohnehin schon ist.

Für die anstehenden Feiertage wünsche ich Ihnen frohe und gemütliche Stunden im Kreise Ihrer Lieben! Erholen Sie sich von den Mühen des vergangenen Jahres und tanken Sie Kraft für das neue Jahr!

Ihr Christian Pospischil

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