Moschee 1

In der Hansestadt Attendorn wird derzeit eine Moschee mit einem Kulturzentrum gebaut. Vor einigen Tagen stattete Bürgermeister Christian Pospischil der Baustelle einen Besuch ab.

Bauherr der geplanten Moschee und des Kulturzentrums an der Kölner Straße ist der im Jahr 1986 gegründete Verein DITIB Attendorner Moschee und Kulturzentrum e.V.. Dessen Dachverband ist DITIB Köln, die türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion e.V. mit bundesweit knapp 900 Ortsgemeinden.

Vorsitzender Ahmed Özdemir, Geschäftsführer Ismet Coskunsu und Erdogan Colak, die bereits seit einigen Jahrzehnten in der Hansestadt leben, begrüßten Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil und führten ihn über die Baustelle.

Auf einer Fläche von 1.453 Quadratmetern entstehen derzeit auf vier Etagen inklusive Keller zahlreiche Räume, die zukünftig als Aufenthaltsräume, Seminar- und Klassenräume, Waschräume, Teestube oder als Jugend- und Kulturräume dienen werden. Auch der vorgeschriebene Wohnbereich für den Imam (Vorbeter) findet seinen Platz. Herzstück der Moschee wird der nach Mekka ausgerichtete 280 qm große Gebetsraum sein.

Zum Abschluss des Besuches wurde die Messingkuppel auf dem Dach der Moschee begutachtet, die sich weit sichtbar zu einem echten Hingucker in Attendorn entwickeln könnte. Die Spitze der Kuppel stammt aus Istanbul und ist mit einem Halbmond verziert. Mit einem kräftigen Augenzwinkern gab Ismet Coskunsu an: „Uns war es halt wichtig, mit dem Halbmond auch einen Teil des Attendorner Stadtwappens zu integrieren.“

Moschee 2 Halbmond

Sowohl Ahmed Özdemir als auch Ismet Coskunsu wiesen mit Leidenschaft noch einmal darauf hin, dass die Moschee mit dem Kulturzentrum, die voraussichtlich ab Herbst diesen Jahres genutzt werden kann, zukünftig allen Menschen offen stehen wird. „Wir wollen eine Begegnungsstätte werden, um nicht zuletzt Ängste und Vorurteile abbauen zu können“, hofft DITIB Attendorn auf viele Dialoge mit der Attendorner Bevölkerung.

Bürgermeister Pospischil zeigte sich tief beeindruckt von dem umfangreichen Projekt, welches durch den 280 Mitglieder zählenden Verein in Eigenregie organisiert und durch zahlreiche überwiegend heimische Handwerksbetriebe gebaut wird. „Die Moschee bereichert unser Stadtbild. Und das Kulturzentrum wird dafür sorgen, dass die Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte in unserer Stadt noch enger zusammenrücken“, resümierte Christian Pospischil.

Weitere Bilder von der Baustelle finden Sie hier:

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