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Letzte Woche wurden die Planungen für ein Kino in Attendorn bekannt. Die Filmförderanstalt hatte bekanntgegeben, dass sie einem interessierten Kinobetreiber dafür Fördermittel in Aussicht stellt.

Natürlich rief das ein großes Echo in Attendorn hervor. Seit Jahrzehnten gibt es kein Kino mehr. Es steht aber auf der Wunschliste vor allem von Jugendlichen ganz oben, wie ich selbst aus vielen Diskussionen mit Jugendlichen weiß.

Deshalb hat die Stadtverwaltung die Initiative ergriffen und nach interessierten Kinobetreibern gesucht. Während es früher immer hieß, dass kein Kinobetreiber zur Verfügung steht, hat sich nun jemand gefunden, der andernorts schon ein sehr attraktives Kino betreibt. Natürlich muss in dieser Situation das Ziel sein, ein Kino in Attendorn endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Gleichzeitig muss man aber darauf hinweisen, dass auch, wenn ein Betreiber zur Verfügung steht, nicht alles geklärt ist. Vor allem ist die Finanzierung für das zu errichtende Gebäude noch offen. Es wäre daher unehrlich, an dieser Stelle zu sagen, dass das Kino auf jeden Fall kommt. Das ist aber mein Ziel; wir werden im Rathaus hart und sorgsam daran arbeiten.

Ich möchte auch an dieser Stelle allen widersprechen, die meinen, dass die Kinos in Nachbarstädten für Attendorn ausreichend sind. Wenn Attendorn als Zentrum attraktiv bleiben soll, dann ist ein Kino als Ergänzung des Freizeit- und Kulturangebotes, als Treffpunkt gerade für junge Menschen und als Lokomotive für die Gastronomie ein ganz wichtiger Baustein.

Darin sind sich wohl alle politischen Kräfte in Attendorn einig. Umso erstaunlicher ist es, dass einige etwas unbeholfen zusammengebastelte Schuldzuweisungen in die Welt setzen. Besser wäre es, jetzt erstmal die Sachlage ordentlich auszuwerten und die Stadtverwaltung nicht dabei zu stören, das Projekt zu einem hoffentlich guten Ende zu bringen.

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