Rat beschließt Förderantrag für Dorfhaus Helden

11. September 2020

In Helden wird mit angepackt: Bild von einem Arbeitseinsatz des Dorfvereins

Der Stadtrat hat sich entschieden: Das alte Feuerwehrhaus in Helden soll zum Dorfhaus umgebaut werden, die notwendigen Fördermittel sollen beim Land beantragt werden. Damit hat dieses innovative Projekt des Dorfvereins eine wichtige Hürde genommen, denn noch letztes Jahr hatte der Stadtrat mehrheitlich seine Zustimmung verweigert.

Ich bin froh, dass nun weiter an der Verwirklichung des wirklich beeindruckenden Konzeptes des Dorfvereins gearbeitet werden kann. Schon der Dorfentwicklungsplan 2010 hatte die Einrichtung eines Nachbarschaftstreff empfohlen. Nachdem die Feuerwehrhaus in ihr neues Gerätehaus umgezogen war, entstand die Planung für das Dorfhaus. Diese Planung ist ein Musterbeispiel für eine aktive Dorfgemeinschaft: Eine dreistellige Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern engagiert sich im Verein für das Dorfhaus und ist bereit, in einem sehr hohen Umfang Eigenleistung beim Umbau und Betrieb des Hauses einzubringen. Im Haus sollen Ideen verwirklicht werden wie ein Indoorspielplatz, ein Generationentreff, eine Versammlungsstätte, eine Kleinkunstbühne oder ein Dorfbüro und -archiv. Ich bin sicher, dass damit die Dorfgemeinschaft bestens gestärkt und vernetzt werden könnte.

Deshalb steht für mich seit langem fest, dass dieses Projekt die Unterstützung der Stadt verdient. Wir reden doch immer davon, dass die Dörfer gestärkt werden müssen und neue Treffpunkte brauchen, gerade wenn Kneipen, Läden und Bankfilialen wegbrechen, dass die aktiven Ehrenamtler in den Dörfern unterstützt werden müssen. HIer gibt es die Gelegenheit, Worten Taten folgen zu lassen. Ich glaube, dass dies auch ein Zeichen an die anderen Dörfer sein kann, dass die Stadt ihre Dörfer nicht allein lässt.

Natürlich bin ich mir mit dem Vorstand des Dorfvereins einig, dass das Projekt nur realisiert werden kann, wenn 65% der Umbaukosten über die Landesförderung „Dorferneuerung“ fließen. Die Stadt müsste dann noch 85.000 Euro beisteuern, der Verein würde Eigenleistungen im Wert von 45.000 Euro erbringen. Diesen städtischen Anteil sollte uns dieses vorbildliche Projekt jedoch wert sein.

Im Übrigen wurde die Entscheidung für das Dorfhaus mit nur einer Enthaltung gefasst. Dass bei einem von mir initiierten Konsensgespräch noch eine Woche vor der Wahl gute Kompromisse für die unterschiedlichen Positionen der Fraktionen gefunden werden konnten, wäre nicht überall möglich gewesen und spricht für die konstruktive Zusammenarbeit im Rat in der ablaufenden Wahlperiode.

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