Im Gespräch mit Jugendlichen über die Corona-Zeit

11. Juni 2021

In der letzten Woche war ich mit unseren „aufsuchenden Jugendarbeitern“ Carmen Decker und Connor Neuhaus in der Stadt unterwegs. An verschiedenen Stellen kamen wir mit Jugendlichen ins Gespräch darüber, wie sie die Corona-Pandemie und den Lockdown erlebt haben bzw. erleben und was ihnen besonders gefehlt hat. Die Jugendlichen (die mir nicht immer so andächtig zugehört haben wie auf dem Bild oben, schließlich wollte ja ich ihnen zuhören) bestätigten mir, dass sie es vorher nicht für möglich gehalten hätten, dass ihnen die Schule mal so fehlt. Gleichwohl zeigten viele ein bemerkenswertes Maß an Verständnis für die Kontaktbeschränkungen, aber auch Freude und Erleichterung darüber, dass diese im beginnenden Sommer wieder gelockert werden.

Denn die Jugendlichen waren und sind besonders hart getroffen worden. Nicht nur, dass sie lange Zeit nicht in die Schule kommen und ihre Freundinnen und Freunde dort treffen konnten. Auch die meisten Freizeitmöglichkeiten fielen aus; die Jugendarbeit der Vereine kam zum Stillstand, von Parties oder ähnlichem ganz zu schweigen. Hinzukommt, dass Kinder und Jugendliche bei den Impfungen bisher außen vor geblieben sind, erst jetzt ergibt sich noch recht vage eine Perspektive, dass auch sie geimpft werden. Dass Jugendliche, die sich dann doch mal draußen mit Freunden getroffen haben, in den Fokus von Ordnungsämtern und Polizei geraten sind, die wiederum die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung zu überwachen hatten, war unvermeidbar, aber unglücklich.

Umso schöner ist es, dass mit dem Sinken der Zahl der Neuansteckungen und den Lockerungen der letzten Wochen das Leben wieder normaler und schöner wird. Mittlerweile sind die Kontaktbeschränkungen deutlich gelockert wurden. Die Sperrung des Skater- und Basketballplatzes an der Rundturnhalle wurde wieder aufgehoben. Das Kino öffnet Anfang Juli wieder. Und mittlerweile sind auch die Badestellen am Biggesee geöffnet worden, Sport- und Musikvereine nehmen den Betrieb wieder auf.

Ich habe mich gefreut, endlich mal wieder „auf der Straße“ den persönlichen Kontakt zu Jugendlichen suchen zu können und habe einige Anliegen dieser Altersgruppe mit ins Rathaus nehmen können – nicht nur, was Corona angeht. Diesen persönlichen Draht möchte ich weiter pflegen; und ich bin unseren „aufsuchenden Jugendarbeitern“ dankbar, dass sie mich mit auf ihre Runde genommen haben.

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